Archiv Veranstaltungen

Dienstag, 28 März, 2017 - 20:00

Gesprächsrunde: Berufsverbote in Baden-Württemberg und der Kampf um die Rehabilitierung

Ehemals vom Berufsverbot Betroffene diskutieren mit Klaus Beer, Richter im Ruhestand, die aktuelle Situation in Baden-Württemberg.
Gemeinsame Veranstaltung der vhs Tübingen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes e.V. Tübingen (VVN-BdA) in Zusammenarbeit mit dem DGB AK Tübingen, GEW und IG Metall Reutlingen-Tübingen, der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. und dem Tübinger Friedensplenum. 

Veranstaltungsort:

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstr. 18, Tübingen

Anfahrtskarte

Freitag, 10 März, 2017 - 19:00

Vernissage Ausstellung: Berufsverbote. Politische Verfolgung in Deutschland

10.03. bis 07.04.2017 im 1. OG der Volkshochschule Tübingen
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo. bis Fr. 08:30 bis 21:00 Uhr, Wochenende: 09:00 bis 17:00 Uhr

Ende der 1960er Jahre stellten Massenproteste an Universitäten und in Betrieben die herrschende Politik in Frage. Westdeutsche Politikerinnen und Politiker wollten diese eindämmen und linke Kritiker mit einschüchternden und abschreckenden Maßnahmen aus dem Öffentlichen Dienst fernhalten. Am 28. Januar 1972 verabschiedete die Ministerpräsidenten-Konferenz den sogenannten Radikalenerlass. Die Ausstellung dokumentiert die Berufsverbote exemplarisch und stellt sie in den Zusammenhang mit der Geschichte der politischen Verfolgung in Deutschland.

Veranstaltungsort:

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstr. 18

Anfahrtskarte

Dienstag, 8 November, 2016 - 19:00

​Wir sind, was wir erinnern Ein Plädoyer für Pluralismus, Toleranz und Demokratie

Vortrag mit Dr. Konrad Görg

70 Jahre nach Auschwitz verspüren viele Menschen angesichts des Themas Holocaust einen Überdruss und gerade Jüngere meinen, dieses Thema gehe sie nichts mehr an. Doch rechtsextreme Sprüche, Aufmärsche gegen Muslime und Brandanschläge auf Asylbewerberheime lassen fragen: Hat man aus der Geschichte denn nichts gelernt? So ist nach wie vor aufzuklären: Was ist damals passiert, wie konnte es passieren? Und: Was können wir heute tun? Diese und andere Fragen zum Antisemitismus der Nationalsozialisten versucht der Arzt Konrad Görg aus Marburg in dem Vortrag zu seiner Anthologie „Wir sind, was wir erinnern“ zu beantworten. Mit dem 2012 in zweiter, erweiterter Auflage erschienen Buch setzt der Autor ein Zeichen gegen das Vergessen und fordert gleichzeitig zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Eintritt frei.
Eine Kooperationsveranstaltung der vhs Tübingen und der Geschichtswerkstatt Tübingen.

Veranstaltungsort:

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstraße 18, Saal

Anfahrtskarte

Montag, 5 September, 2016 - 17:00

Kennen Sie Tübingen: Auf den Spuren von Lilli Zapf.

Stadtführung mit Margit Aldinger, Dr. Hans-Otto Binder und Dr. Martin Ulmer in Zusammenarbeit mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. 

Veranstaltungsort:

Eberhardskirche, Eugenstraße 24

Anfahrtskarte

Sonntag, 4 September, 2016 - 15:00

Europäischer Tag der jüdischen Kultur: Stadtführung „Spuren jüdischen Lebens in Tübingen“

Am europäischen Tag der jüdischen Kultur wird die jüdische Geschichte Tübingens und an einzelne jüdische Bürger und Bürgerinnen erinnert. Auf einer Stadtführung werden u.a. von Jugendguides Stationen der jüdischen Geschichte von 1850 bis 1945 vorgestellt. Die Führung beginnt um 15 Uhr am Synagogenplatz, wo Einzelheiten zur ehemaligen jüdischen Gemeinde und zur heutigen Erinnerungskultur vorgestellt werden. Weitere Stationen sind die Karlstraße mit dem jüdischen Verleger der Tübinger Chronik Albert Weil, der Holzmarkt mit dem einst größten Modegeschäft E. Degginger mit jüdischen Inhabern (heute New Yorker), die Münzgasse mit der ehemaligen Gestapo-Dienststelle, das Schloss, das das „Rassenkundliche Institut“ der Universität beheimatete sowie die Kronenstraße 6, in der die Familie Hirsch lebte und einen Textilwarenladen hatte.
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Jugendguides der Geschichtswerkstatt und Förderverein für jüdische Kultur Tübingen e.V.

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz (Gartenstraße 33, Tübingen)

Anfahrtskarte

Samstag, 4 Juni, 2016 - 15:00

Englischsprachige Führung "Geschichtspfad zum Nationalsozialismus"

Führung "Geschichtspfad zum Nationalsozialismus" 
Führung in englischer Sprache  mit Benedict von Bremen 

Veranstaltungsort:

Treffpunkt Neue Aula, Geschwister-Scholl Platz

Anfahrtskarte

Sonntag, 22 Mai, 2016 - 15:00

Führung "Geschichtspfad zum Nationalsozialismus"

Führung mit Jens Kolata und Dr. Martin Ulmer

Veranstaltungsort:

Treffpunkt: Rathaus Tübingen

Anfahrtskarte

Montag, 6 Juni, 2016 - 20:00

Theaterstück: Täterinnen. Ein Stück über brave Mädels und Nazi-Omas

 Veranstalter: tjc (Theaterjugendclub am LTT) & Frauentheater Purpur in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

„Kinder, Küche, Knarre!!!“
Anna und ihre Freunde sind auf Wanderurlaub. Doch eines Morgens steht die Polizei vor dem Zelt der Jugendlichen, um einen Brandanschlag aufzuklären. Rechtsradikale Motive werden vermutet und die Spuren führen zum Zeltplatz der Familie Eberle. Doch weder die Jugendgruppe von Frau Hartmann, noch Oma Weiß mit ihren Enkelinnen, die ebenfalls auf dem Platz übernachten, wollen etwas gesehen haben. Die anfängliche Campingplatzidylle wird immer mehr von politischen Diskussionen überlagert. Charlotte, eine der beiden Enkelinnen, wird misstrauisch und spürt, dass jetzt Zivilcourage nötig wird. Doch Anna sieht die Zeichen nicht. Sie begegnet jungen und alten Nazistinnen ohne sie zu erkennen, trifft die Geister der Vergangenheit und muss sich schließlich zwischen Feigheit und Verantwortung entscheiden.

Zum ersten Mal haben sich das Frauentheater Purpur und der tjc (Theaterjugendclub am LTT) zusammengetan, um gemeinsam ein neues Stück zu erarbeiten. Dabei entstand eine spannende Zusammenarbeit zwischen jung und alt zu den Themen Frauen, Gewalt, Nationalsozialismus und Rechtsradikalismus heute. Ausgehend von persönlichen Fragen wie „Wann war / bin ich gewaltbereit? Wann habe ich Gewalt erlebt?“ erschloss sich die Gruppe langsam historische und aktuelle Hintergründe. Hilfreich war dabei, dass einige Purpur-Frauen als Zeitzeugen über eigene Erlebnisse berichten konnten. Darüber hinaus erhielt das Projekt inhaltliche Unterstützung von der Geschichtswerkstatt Tübingen. Angeregt durch die Bücher „Mädelssache“ von Andrea Röpke und Andreas Speit und „Hitlers Helferinnen“ von Wendy Lower wurde mehrere Biografien rechtsradikaler Täterinnen recherchiert, die im Stück ihren Platz finden und Anna zur Entscheidung drängen.

Das Projekt „Täterinnen“ wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, den LTT-Freunden e.V., der Firma braun-steine GmbH und der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V..

Eintrittpreise:
Vollpreis: 17,00/20,00 €
ermäßigt: 8,50/10,0 €

Veranstaltungsort:

Werkstatt, Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT), Eberhardstr. 6, Tübingen

Anfahrtskarte

Samstag, 29 April, 2017 - 14:00

Führung zum Geschichtspfad Tübingen im Nationalsozialismus

Am Samstag 29. April um 14 Uhr veranstalten die Jugendguides in der Geschichtswerkstatt eine Führung zu Stationen des Geschichtspfad zum Nationalsozialismus. Die drei Jugendguides Sophia Bendel, Valentin Heinze und Clara Wolkenhauer beginnen die Führung am Synagogenplatz und stellen dort die jüdische Geschichte Tübingens und die Erinnerungskultur vor. An der Jugendherberge geht um die Hitlerjugend und am Holzmarkt wird das Modehaus Degginger und die Zwangsenteignung vorgestellt. Bei der Stele in der Münzgasse steht die Rolle der Gestapo bei der Verfolgung der politischen Gegner und den Juden im Mittelpunkt. Am Rathaus berichten Jugendguides über die Gleichschaltung des Tübinger Gemeinderats und die Rolle des Oberbürgermeisters und Kriegsverbrechers Ernst Weinmann. Die letzte Station auf dem Schloss behandelt die NS-Verbrechen an der Universität Tübingen. Treffpunkt der Führung ist der Synagogenplatz in der Gartenstraße 33.  

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz, Gartenstrasse 33, Tübingen

Anfahrtskarte

Dienstag, 10 Mai, 2016 - 18:00

Der jüdische Viehhandel in Tübingen und in der Region. Stadtführung und anschließendes Zeitzeugengespräch mit Fredy Kahn

Dienstag, 10. Mai 2016, 18 Uhr, Treffpunkt Synagogenplatz, 19 Uhr VHS Saal

Der jüdische Viehhandel in Tübingen und in der Region.

Stadtführung und anschließendes Zeitzeugengespräch mit Fredy Kahn

Veranstalter: Jugendguides der Geschichtswerkstatt

 

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz, Gartenstrasse Tübingen

Anfahrtskarte

Donnerstag, 14 Juli, 2016 - 20:00

Vortrag: Wer waren die Tübinger Nationalsozialisten?

Der Erfolg des Buches „Stuttgarter NS-Täterbuch“ inspirierte die Geschichtswerkstatt Tübingen und den Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus, ein ähnliches Projekt zu Tübingen zu starten. In dem Vortrag stellt die Projektgruppe über Tübinger NS-Akteur_innen die Konzeption des geplanten Buches vor und beleuchtet an einzelnen Biografien aus Partei, Polizei und der Justiz deren Rolle im Nationalsozialismus sowie die Nachwirkungen.
Veranstalter:
Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 

Veranstaltungsort:

Veranstaltungsraum im Kulturamt Tübingen, Nonnengasse 19, Tübingen

Anfahrtskarte

Donnerstag, 2 Juni, 2016 - 20:00

Vortrag: Opfer - Mitläufer - Täter? Der Politikwissenschaftler Theodor Eschenburg zwischen Inszenierung und Historisierung

Referentin: Dr. Anne Rohstock
Über den Politikwissenschaftler Theodor Eschenburg wird seit 2011 heftig gestritten. War Eschenburg bereits in der Weimarer Republik Demokrat? Oder wandelte sich seine Einstellung erst nach 1945? Wie ist darüber hinaus sein Verhalten im NS zu beurteilen? Anne Rohstock unternimmt es auf der Basis neuer Quellenfunde, Eschenburgs Wirken in der Weimarer Republik und im Dritten Reich historisch einzuordnen.
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 

Veranstaltungsort:

Veranstaltungsraum im Kulturamt Tübingen, Nonnengasse 19, Tübingen

Anfahrtskarte

Sonntag, 8 Mai, 2016 - 17:00

Einweihung des Geschichtspfads Tübingen im Nationalsozialismus

Der Geschichtspfad zum Nationalsozialismus führt in der Innenstadt von Tübingen an 16 Stellen zu authentischen Orten des Nationalsozialismus. Ein Schwerpunkt ist die Ausgrenzung und Verfolgung der früheren jüdischen Bewohner von Tübingen.
Tübingen war schon vor 1933 eine regionale Hochburg des Nationalsozialismus. Die Universität brüstete sich schon 1933 damit, dass sie judenfrei sei. Der Gemeinderat setzte 1933 als erste Stadt reichsweit den sogenannten Freibadbeschluss durch, wonach jüdischen Bürgern der Besuch des Freibads verboten war. Auch einige der am Holocaust und der Deportation jüdischer Bürger an höchster Stelle direkt beteiligten Nationalsozialisten stammten aus Tübingen. Der Geschichtspfad zu Tübingen im Nationalsozialismus behandelt diese und weitere Aspekte der Lokalgeschichte.

An der Konzeption und der Texterstellung waren Mitglieder der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., des Arbeitskreises Universität Tübingen im Nationalsozialismus, der Tübinger Jugendguides, des Jugendgemeinderats Tübingen und des städtischen Kulturamts Tübingen beteiligt. Die Stadt Tübingen beteiligt sich maßgeblich an der Realisierung und der Finanzierung des Geschichtspfades.

veranstaltet von:
Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Arbeitskreis Universität Tübingen im Nationalsozialismus, Jugendgemeinderat Tübingen, Universitätsstadt Tübingen

Veranstaltungsort:

Rathaus Tübingen

Anfahrtskarte

Donnerstag, 28 April, 2016 - 20:00

Vortrag: Von braunen und anderen Geistern. Die Tübinger Philosophen Max Wundt und Theodor Haering in Weimarer Republik und Nationalsozialismus

 Vortrag: Von braunen und anderen Geistern. Die Tübinger Philosophen Max Wundt und Theodor Haering in Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Referent: Dr. Manfred Hantke
Manfred Hantke stellt in seinem Vortrag über die Philosophen an der Tübinger Universität die „Denker von Beruf“ über zwei politische Systeme hinweg vor. Im Mittelpunkt stehen Theodor Haering und Max Wundt. Sie lehnten die Republik ab und bekämpften sie auf unterschiedliche Weise. In der NS-Zeit wirkte insbesondere Haering durch seine Reden und belletristischen Veröffentlichungen auf ein breites Publikum, während Wundt sich der völkischen Begründung von Philosophie verschrieb.
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen

 

 

Veranstaltungsort:

Veranstaltungsraum im Kulturamt Tübingen, Nonnengasse 19, Tübingen

Anfahrtskarte

Sonntag, 6 März, 2016 - 14:30

AUF DEN SPUREN STAUFFENBERGS

Einladung zu einer Premiere: Erstmals gibt es eine öffentliche Führung des Schülers und Jugendguides Konstantin Schönleber in derStauffenberg-Gedenkstätte Schloss Albstadt-Lautlingen, am Sonntag 6. März, 14.30 Uhr, weitere Jugendguide-Führungen finden am 24. April und am 19. Juni um 14.30 Uhr dort statt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Die Führung ist kostenfrei, Eintritt: 2.-/ 1,- (erm.)
WEITERE TERMINE: 24. April und 19. Juni
Veranstalterin ist die Stadt Albstadt, siehe auch: www.albstadt.de/museen/stauffenberg

Veranstaltungsort:

Stauffenberg-Gedenkstätte Schloss Albstadt-Lautlingen, Am Schloss 1

Anfahrtskarte

Dienstag, 2 Februar, 2016 - 20:00

Stuttgarter Jüdinnen in der Zeit des Nationalsozialismus

Die Kulturwissenschaftlerin Fabienne Störzinger spricht am 2. Februar um 20 Uhr im Ludwig-Uhland-Institut (Schloss) über ihre Studie „,Die alte Heimat für immer zu verlassen'. Drei Wege Stuttgarter Jüdinnen im Nationalsozialismus.“ Sie beleuchtet an drei Biografien jüdischer Frauen in Stuttgart das Überleben unter nationalsozialistischer Herrschaft. Ihre Lebenswege, Berufe und ihr Alter sind zwar verschieden, doch sie machten ähnliche Erfahrungen durch die Ausgrenzung und Ausplünderung im Nationalsozialismus. 

Veranstaltungsort:

Ludwig-Uhland-Institut (Schloss Hohentübingen)

Anfahrtskarte

Donnerstag, 14 Januar, 2016 - 20:00

Die Arbeit des NSU-Untersuchungsausschusses

Hans Peter Hellermann berichtet über die Arbeit des NSU-Untersuchungsausschusses.
Eine Veranstaltung des LDNS, der Geschichtswerkstatt und der VHS.

Veranstaltungsort:

VHS Tübingen, Saal

Anfahrtskarte

Donnerstag, 26 November, 2015 - 20:15

Schrankenlose Staatsgewalt Aktivitäten und Verbrechen der Gestapo in unserer Region

Vortrag von Sigrid Brüggemann und Roland Maier
Die Geheime Staatspolizei, kurz Gestapo, war der Inbegriff des
nationalsozialistischen Terrors, staatlicher Willkür, polizeilicher
Übergriffe, Folterns und Mordens. Bei dem Vortrag soll aufgezeigt werden, wie die Gestapo als relativ kleine Behörde ein Netzwerk bildete und durch intensive Zusammenarbeit mit anderen Ämtern und Polizeisparten in unserer Region
ihre Schreckenswirkung entfalten konnte. Häufig wurden die Gestapobeamten dämonisiert. Doch wer waren diese Täter wirklich? Biedere Befehlsempfänger oder brutale Monster? Exemplarisch dargestellte Verfolgungsmaßnahmen gegen Minderheiten, darunter auch sogenannte „Arbeitsscheue“ oder „Fremdvölkische, ergeben ein plastisches und beunruhigendes Bild der Gestapoangehörigen und ihrer Behörde. 
Donnerstag, 26. November 2015, 20.15 Uhr Eintritt frei
Eine Veranstaltung der vhs Tübingen
in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Veranstaltungsort:

Volkshochschule, Katharinenstraße 18, Raum 112

Anfahrtskarte

Samstag, 14 November, 2015 - 15:00

„Tübingen im Nationalsozialismus“ Stadtführung mit Jugendguides

Aglaia Kootz und Valentin Heinze, Jugendguides in der Geschichtswerkstatt,
zeigen unter anderem Orte der nationalsozialistischen Verfolgung in Tübingen.
Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen
Montag, 16. November 2015, 19.00 Uhr
 

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz Gartenstrasse 33

Anfahrtskarte

Donnerstag, 22 Oktober, 2015 - 20:00

Obdachlosen-Feindlichkeit Vortrag von Lucius Teidelbaum (Tübingen)

Obdachlose sind die vergessenen Opfer der Gesellschaft. Sie werden von Staat und Gesellschaft ausgegrenzt und auf der Straße angegriffen. Rechte TäterInnen praktizieren gegen obdachlose Menschen einen Sozialdarwinismus der Tat, der durch einen Sozialdarwinismus des Wortes vorbereitet wird. Das brutale Ergebnis sind weit über 100 ermordete Obdachlose seit 1990. Der Vortrag stellt diese Gewalt in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen dar, analysiert und benennt die Ursachen.

Veranstaltungsort:

VHS Tübingen, Saal

Anfahrtskarte

Donnerstag, 8 Oktober, 2015 - 20:00

Die Verfolgung von „Asozialen“ während des Nationalsozialismus in Württemberg und Hohenzollern Jens Kolata (Tübingen)

Bereits seit dem Wilhelminischen Kaiserreich wurden Bettler, alkoholkranke und arbeitslose Menschen durch die Kriminalbiologie als „Asoziale“ stigmatisiert und sozial diszipliniert. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde ihnen gegenüber auch in Württemberg und Hohenzollern Pflichtarbeit, Zwangssterilisationen sowie Haft in Arbeitshäusern, Bewahrungsanstalten, Konzentrationslagern und 'Arbeitserziehungslagern' angeordnet. Der Vortrag behandelt diese Verfolgungsmaßnahmen in der Region.

Veranstaltungsort:

VHS Tübingen, Saal

Anfahrtskarte

Freitag, 25 September, 2015 - 20:00

Ausstellungseröffnung und Vortrag: Wohnungslose im Nationalsozialismus Prof. Dr. Wolfgang Ayaß (Kassel)

Wohnungslose wurden in der Zeit des Nationalsozialismus auf verschiedene Weise verfolgt: Sie waren unter anderem betroffen von Razzien, verstärkten Kontrollen von Wandergewerbetreibenden, Einweisungen in Arbeitshäuser und Verschleppungen in Konzentrationslager. Aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ gibt deren Kurator, Prof. Wolfgang Ayaß, in seinem Vortrag einen Überblick über die Thematik.

Veranstaltungsort:

VHS Tübingen, Saal

Anfahrtskarte

Freitag, 25 September, 2015 - 18:00

Ausstellung: Wohnungslose im Nationalsozialismus

Freitag 25. September – Samstag 7. November 2015

Ausstellung: Wohnungslose im Nationalsozialismus

Die Wanderausstellung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. behandelt die Verfolgung von wohnungslosen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus von der Bettlerrazzia im September 1933 über Arbeitshaus-Einweisungen und Zwangssterilisationen bis hin zur massenhaften Verschleppung in Konzentrationslager.

Eine Veranstaltung der von Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Zusammenarbeit mit dem NSDOK-Tübingen und der Volkshochschule Tübingen

Veranstaltungsort:

Volkshochschule Tübingen, Cafeteria, Katharinenstraße 18

Anfahrtskarte

Sonntag, 6 September, 2015 - 15:00

STADTFÜHRUNG »Spuren jüdischen Lebens in Tübingen«

Am europäischen Tag der jüdischen Kultur werden wir an einzelne jüdische Bürger und Bürgerinnen Tübingens erinnern. Auf einer Stadtführung stellen u.a.
Jugendguides einige Stationen der jüdischen Geschichte von 1850 bis 1945
vor. Die Führung beginnt um 15 Uhr am Synagogenplatz, wo wir Einzel -
heiten zur ehemaligen jüdischen Gemeinde und zur heutigen Erinnerungs -
kultur erfahren werden. Weitere Stationen sind der Holzmarkt mit dem
einst größten Modegeschäft mit jüdischen Inhabern (heute New Yorker),
die Münzgasse mit der ehemaligen Gestapo-Dienststelle, das Schloss, das
das »Rassenkundliche Institut« der Universität beheimatete, die Kronen -
straße 6, in der die Familie Hirsch lebte und einen Textil warenladen hatte,
und schließlich die Uhlandstraße, wo sich die große Anwaltskanzlei
Hayum und Katz befand. Simon Hayum war in den 1920ern zugleich
führender Kommunalpolitiker; Hermine Hayum engagierte sich in der
Wohlfahrtspflege.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Jugendguides in der Geschichtswerkstatt, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.,
Förderverein für jüdische Kultur Tübingen e.V.

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz Gartenstrasse 33, Tübingen

Anfahrtskarte

Samstag, 18 Juli, 2015 - 16:00

Stadtrundgang: Universität und Stadt Tübingen im Nationalsozialismus

Am 18.7.2015 referierten Jens Kolata und Martin Ulmer zu Stadt und Universität Tübingen im Nationalsozialismus.
Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. 

martin-ulmer-stadtrundgang_uni_im_ns.jpg

Martin Ulmer erläutert vor dem ehemaligen Polizei- und Gestapo-Hauptquartier in der Münzgasse die Verfolgungs- und Vernichtungspolitik des NS-Regimes.

jens-kolata-stadtrundgang_uni_im_ns.jpg

Jens Kolata spricht vor Schloss Hohentübingen über die dort in der NS-Zeit ansässigen Abteilungen der Universität, beispielsweise das Rassenkundliche Institut.

Veranstaltungsort:

Schlosshof Tübingen vor dem Museumseingang

Anfahrtskarte

Dienstag, 14 Juli, 2015 - 20:00

Jüdische Schriftstellerinnen der zeitgenössischen Literatur

Einladung zum öffentlichen Vortrag der AG „Jüdische Studien“

Am Dienstag 14. Juli spricht die Tübinger Kulturwissenschaftlerin Anette Stuber-Rousselle um 20 Uhr im Ludwig-Uhland-Institut (Schloss Tübingen) über das Thema „Jüdische Schriftstellerinnen der zeitgenössischen Literatur“. Verbunden mit der Verantwortung für die Familie und der Vorstellung, dass mit der Sorge um die Fa­milie auch die Erhaltung des Judentums einhergeht, gaben jüdische Frauen ihre volkstümliche Form der Religion an die Kinder weiter, und aus diesem Grund lasen sie viel. Vorgestellt werden die drei zeitgenössischen jüdischen Literatinnen: Mira Magén, Eva Menasse, Gila Lustiger, die an diese Tradition anknüpfen.

Veranstaltungsort:

Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Anfahrtskarte

Sonntag, 28 Juni, 2015 - 15:00

Stadtführung „Tübingen im Nationalsozialismus“ mit Martin Ulmer

Stadtführung „Tübingen im Nationalsozialismus“ mit Martin Ulmer

Eine Veranstaltung des Vereins Lern- und Dokumentationszentrums zum Nationalsozialismus e.V. und der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Veranstaltungsort:

Marktplatz Tübingen

Samstag, 23 Mai, 2015 - 11:00

Kundgebung und Fest: „Respekt und Menschlichkeit: Ja zur Vielfalt!!“

Dafür stehen wir, das Bündnis für Respekt und Mitmenschlichkeit
Ja zur Vielfalt !!
Auf der Suche nach Heimat und Frieden kommen viele Menschen zu
uns. Derzeit nimmt die Zahl der Flüchtlinge im Kreis Tübingen zu. Sie
kommen in eine fremde Umgebung und Kultur, meist ohne Kenntnisse
der deutschen Sprache. Viele von ihnen, besonders aus Kriegsgebieten,
sind körperlich oder psychisch krank. Wir wollen, dass sie menschliche
Zuwendung und medizinische Hilfe erfahren und menschenwürdige
Wohnungen vorfinden.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, das Recht auf freie Entfaltung
der Persönlichkeit fundamental. Wir bekennen uns uneingeschränkt zu
den darin begründeten Menschenrechten, insbesondere der Meinungsund
Pressefreiheit sowie der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Attacken
wie beispielsweise auf jüdische oder muslimische Mitbürgerinnen und
Mitbürger dürfen bei uns niemals Platz haben; dasselbe gilt für Gewalttaten
eines vorgeblich religiös motivierten Extremismus gegen Menschen
und Einrichtungen, die von ihrem Recht auf Freiheit der Meinung, der
Wissenschaft und der Kunst Gebrauch machen.
Der innere Frieden kann nur gewahrt werden, wenn sich alle Menschen
und Religionsgemeinschaften ohne jede Einschränkung klar
und eindeutig mit Wort und Tat von Gewalt distanzieren.
Wir vertreten, dass die Grundrechte für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger
unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung,
Alter, sexueller Orientierung oder möglichen Handicaps gelten.
Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Menschen, die hier leben, arbeiten
oder zur Schule gehen, sind selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft
und bereichern unser Zusammenleben. Wir setzen uns dafür
ein, dass sie hier ohne Ausgrenzung leben können.
Kontakt: Ja zur Vielfalt – Bündnis für Respekt und Mitmenschlichkeit
c/o SPD | Karlstraße 3| 72072 Tübingen| www.respekt-in-tuebingen.de

Veranstaltungsort:

Marktplatz Tübingen

Mittwoch, 20 Mai, 2015 - 19:00

Zeitzeugenveranstaltung mit David Salz (Tel Aviv)

Zeitzeugenveranstaltung mit David Salz, Tel Aviv, 86 Jahre
Überlebender des KZ Auschwitz
Mittwoch, den 20. Mai 2015, 19 Uhr / Mensa Uhlandstraße
Eintritt: 2,- € pro Person
2015 ist kein Jubiläumsjahr, aber ein wichtiges Erinnerungsjahr:
Nach 70 Jahren wird der Befreiung der Konzentrationslager und des Kriegsendes
gedacht: Ob Auschwitz, Dachau, Buchenwald oder Mittelbau-Dora – die Presse berichtet
aus diesem Anlass ausführlich über beeindruckende Gedenkveranstaltungen, denen
Zeitzeugen beiwohnen, die an diesen Stätten Fürchterliches erlebt haben.
Einer dieser Zeitzeugen ist David Salz, 86 Jahre alt, der 1943 als Dreizehnjähriger von
Berlin nach Auschwitz deportiert worden ist, das Lagerleben sowie den Todesmarsch von
Auschwitz nach Gleiwitz im Januar 1945 überlebte und sogar die Hölle in Mittelbau-Dora,
von wo ihm die Flucht gelang.
Am 20. Mai 2015, 19h wird er in der Mensa Uhlandstraße aus seinem bewegten Leben
erzählen und im Anschluss auf (Schüler-) Fragen antworten.
David Salz ist es ein großes Anliegen, besonders jungen Menschen, aber auch allen
anderen Interessierten von dem Erlebten zu erzählen, immer mit dem Appell:
„Never again!“
Da die Plätze in der Uhlandstraße begrenzt sind, bitte wir Sie freundlich, sich unter
folgender Email-Adresse bis zum 12. Mai 2015 anzumelden:
jwpasche@t-online.de / Stichwort David Salz
(Das Eintrittsgeld von 2 € pro Person dient der Finanzierung des Aufenthalts von David Salz in Tübingen.)
Veranstalter:
Waltraud J. Pasche und Carsten Kauth
In Kooperation mit
dem Verein zur Verleihung des Lilli-Zapf-Jugendpreises e.V.,
der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.
und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Universitätsstadt Tübingen.

Veranstaltungsort:

Mensa Kepler GymnasiumUhlandstraße

Anfahrtskarte

Freitag, 29 Mai, 2015 - 19:00

Plenum Geschichtswerkstatt

Einladung zum Plenum am 29. Mai 2015

Liebe Mitglieder und Freunde,liebe Jugendguides,
zum nächsten Plenum der Geschichtswerkstatt darf ich ich Sie/ Euch einladen. Interessierte Gäste und Nichtmitglieder sind wie immer herzlich willkommen.

Tops:

  1. Berichte von der Natzweiler-Ausstellung, weitere Veranstaltungen 8. Mai, Pflieger etc.
  2. Bericht der Jugendguides
  3. Aktion Sühnezeichen – die Regionalgruppe Tübingen stellt sich vor
  4. Geschichtspfad-Projekt
  5. Datenbank „Jüdische Bürgerinnen und Bürger“
  6. Kampagne für eine Ächtung des Hohenrain-/Grabert-Verlags
  7. Ausblick auf das 2. Halbjahr 2015
  8. Verschiedenes

Veranstaltungsort:

​Gaststätte Loretto (Werkstatt im Hinterhaus), Tübingen, Katharinenstrasse 22

Anfahrtskarte

Freitag, 8 Mai, 2015 - 19:00

Kusterdingen als Station eines Todesmarschs von 155 ungarische jüdischen Häftlingsfrauen

Treffpunkt: Lange Gasse 11 in Kusterdingen am 8. Mai um 19 Uhr

 Das Ende des zweiten Weltkriegs und das Ende der Naziherrschaft jähren sich 2015 zum 70. Mal. Das ist für uns ein Anlass, der ungarischen jüdischen Häftlingsfrauen, die in Kusterdingen Station machten, zu gedenken.

Zwischen dem 15. Mai und dem 9. Juli 1944, also in nur knapp 2 Monaten wurden aus den ungarischen Ghettos über 430.000 Juden nach Auschwitz deportiert. Mehr als drei Viertel davon wurden noch am Tag ihrer Ankunft vergast. So genannte Arbeitsfähige wurden auf die Außenlager im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten verteilt. Am 13. Januar wurden ungarische jüdische Häftlingsfrauen von Auschwitz ins Arbeitslager Calw gebracht. Dort mußten sie für die Firma Lufag Teile für Flugzeuge herstellen. Nachdem die Alliierten näher rückten, wurde das Lager am 2. April geräumt und die Frauen von der SS nach Osten getrieben. Über Tübingen kam der Gefangenenzug am 5. April in Kusterdingen an. In einer Scheuer - heute Lange Gasse 11, hielten sich die erschöpften Frauen und ihre Bewacher zwei Tage lang auf..

Marc Schauecker berichtet in einem kurzen Referat über die Hintergründe des Todesmarsch und der entgrenzten KZ-Organisation im deutschen Südwesten in den letzen Kriegstagen.
Der Kusterdingen Chor Liederkranz bereichert die Veranstaltuing mit zwei Liedern

Veranstalter: Härtenliste e.V. + Geschichtswerkstatt Tübingen

Veranstaltungsort:

https://goo.gl/maps/nSFKn

Montag, 4 Mai, 2015 - 18:00

Gedenktag für Albert Schäfer

G E D E N K T A G
für Albert Schäfer (26.8.1878 – 4.5.1941) und seine Familie

Wie eine jüdische Familie in Tübingen lebte und verfolgt wurde:
Flucht, Tod, Deportation.

- kleine Stadtführung
- Ausschnitt aus dem Film »Wege der Tübinger Juden«
- Bericht über einen Besuch bei Michal Wager (Liselotte Schäfer) in Israel
Auf einer kurzen Stadtführung folgen wir dem Weg Albert Schäfers von
seiner Festnahme durch die Gestapo am 10. November 1938 bis zu seinem
Tod in seiner Heimatstadt Tübingen am 4. Mai 1941. Auch an das Schicksal
seiner Frau Selma und seiner Töchter Hertha und Liselotte (Michal Wager)
wollen wir erinnern.
 

Veranstaltungsort:

Holzmarkt (Tübingen)

Donnerstag, 21 Mai, 2015 - 19:00

Generalstaatsanwalt a.D. Klaus Pflieger zum 40. Jahrestag: Der Baader-Meinhof-Prozess

Über Jahre hatte die „Rote Armee Fraktion“ Deutschland in Atem gehalten, ab 21. Mai 1975 wurde vier ihrer führenden Mitglieder – Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Jan-Carl Raspe – in Stammheim der Prozess gemacht; das Gebäude war eigens dafür errichtet, die Strafprozessordnung kurz zuvor geändert worden.

Waren der Prozess und der Umgang mit der RAF ein Sieg des Rechtsstaates? Mit diesen Fragen hat sich der frühere Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger – er hat den Prozess und die Haftbedingungen der RAF-Gefangenen als Haftrichter aus nächster Nähe verfolgt, dabei auch die Haftbedingungen der Gefangenen kennengelernt, und später weitere Verfahren gegen RAF-Angehörige bearbeitet - intensiv befasst.

Bei den RAF-Prozessen hat der Staat Entschlossenheit gezeigt. Hat er das auch bei den NS-Prozessen (und bei den NSU-Morden und dem Oktoberfest-Anschlag) getan? Auf diese Frage wird Klaus Pflieger (er war einer der Sachbearbeiter des Oktoberfest-Attentats und als Generalstaatsanwalt für das Verfahren wegen des Mordes an Michéle Kiesewetter zuständig) ebenfalls eingehen.

Eine Veranstaltung von Geschichtswerkstatt Tübingen, Seminar für Zeitgeschichte  Uni Tübingen, Club Voltaire, VHS Tübingen, Gegen Vergessen / Für Demokratie

Veranstaltungsort:

Kupferbau Hörsaal 24, Tübingen

Donnerstag, 19 März, 2015 - 19:00

Albert Speer: Baumeister, Rüstungsminister, Erfinder der „Speer-Saga“ Hitlers rätselhafter Kronprinz

Ich habe den Krieg um ein Jahr verlängert!“ Dabei wusste Speer spätestens Anfang 1944, dass der Krieg für die Nazis verloren war. Dieses eine Jahr hat mehr Menschenleben gekostet als jedes Kriegsjahr zuvor. In letzter Zeit haben Dokumente bewiesen, dass Speer auch den Ausbau des Vernichtungslagers Auschwitz vorangetrieben hat. Hat er nichts vom Holocaust gewusst?
War Albert Speer fanatisierter Nazi –oder warum hat er sich bis fast zuletzt bedingungslos in den Dienst des Jahrhundert-Verbrechens gestellt?
Referent: Michael Kuckenburg, Tübingen
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen, Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus,Gegen Vergessen / Für Demokratie

Veranstaltungsort:

Tübingen Stadtmuseum, Kornhausgasse

Dienstag, 24 März, 2015 - 20:00

Vortrag: Nachgeschichte und Erinnerungskultur zu den Natzweiler-Außenlagern

Der Vortrag skizziert die Entwicklung dieses Außenlager-Systems des KZ Natzweiler, insbesondere aber den öffentlichen Umgang mit der Geschichte der Lager sowie die erinnerungskulturellen Entwicklungen in den einzelnen deutschen Städten und Gemeinden seit 1945. Beleuchtet wird der gesellschaftliche und behördliche Umgang mit den KZ-Gräbern ebenso wie die konfliktreiche Entstehung von Mahnmalen, Erinnerungstafeln und Gedenkstätten im Laufe der Jahrzehnte. Den  
Prozessen der Erinnerung an das KZ Hailfingen wird dabei ein besonderer Fokus gewidmet.

Marco Brenneisen (Mannheim), Dipl.-Sozialwissenschaftler und ehrenamtlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen.. Zur Zeit arbeitet er an seiner Dissertation zur Rezeption der Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof nach 1945 und der Entstehungsprozesse der dortigen Gedenkorte.

 

Veranstaltungsort:

Gemeindehaus Lamm, Kleiner Saal, Marktplatz Tübingen

Dienstag, 17 März, 2015 - 20:00

Vortrag: "Todesmärsche aus den Wüste-Lagern“

Vortragender: Arno Huth (KZ-Gedenkstätte Neckarelz)

Als „Wüste-Lager“ wird der Lager- und Ölindustriekomplex am Albtrauf nordöstlich von Rottweil bezeichnet. Von hier gingen Krankentransporte mit dem Zug in Richtung Dachau ab, die Fußmärsche bewegten sich ins Allgäu und an den Bodensee. Zwischen dem 12. und 17. April 1945 führten mehrere Transporte mit mindestens 362 Häftlingen von Schömberg in das KZ Dachau. Die in Schömberg verbliebenen Häftlinge verließen das Lager am 18. April 1945 zum Todesmarsch. Ein Überlebender beschrieb diesen Marsch, der über Memmingen und Kempten in den Raum Füssen
und Garmisch führte. Am 29. April verkündeten die SS-Leute bei Mittenwald den Häftlingen, sie seien frei. Am 1. Mai 1945 wurden sie von US-Soldaten aufgegriffen und versorgt.

 

Veranstaltungsort:

Gemeindehaus Lamm, Kleiner Saal, Marktplatz Tübingen

Anfahrtskarte

Montag, 9 März, 2015 - 20:00

Ausstellungseröffnung „Freiheit – so nah, so fern. Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Natzweiler“

Vortrag von: Frederique Neau-Dofour (Leiterin der KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof)

Ausstellungszeitraum: 9.-27. März 2015
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9 – 20 Uhr, Samstag/Sonntag 10 – 18 Uhr

Es werden Führungen nach telefonischer Vereinbarung angeboten:
0177-3782726 

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen, KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen, Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein zur jüdischen Geschichte und Kultur Tübingen
 

Veranstaltungsort:

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Marktplatz Tübingen

Dienstag, 27 Januar, 2015 - 19:00

Verleihung Lilli-Zapf-Preis

Verleihung des Lilli-Zapf-Preises anläßlich des Gedenkens an die Opfers des Nationalsozialismus.

 

Veranstaltungsort:

Landestheater Tübinger, Großer Saal

Sonntag, 9 November, 2014 - 19:00

Gedenkstunde an die Pogromnacht am 9. November 1938

Seit 1992 findet in der Tübinger Stiftskirche jährlich am 9. November die Gedenkstunde zur Erinnerung an die Reichspogromnacht in Tübingen und die Brandstiftung, der die Tübinger Synagoge zum Opfer fiel, statt.

Veranstaltungsort:

Stiftskirche Tübingen

Anfahrtskarte

Mittwoch, 9 November, 2016 - 18:00

Gedenkstunde zum 9. November am Synagogenplatz

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten Mitglieder der SA in ganz Deutschland Synagogen. Hunderte von Juden wurden ermordet oder in Vernichtungslager deportiert. Auch die Tübinger Synagoge in der Gartenstrasse wurde entweiht und abgebrannt. In einer Gedenkstunde am Ort des Pogroms wird in Redebeiträgen und mit Musik an diese Nacht erinnert.
Eine Veranstaltung von Gemeinderat und Jugendgemeinderat Tübingen, Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. Jüdischer Verein "Bustan Shalom" e.V. Tübingen Jugendguides Universitätsstadt Tübingen - Fachbereich Kunst und Kultur

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz, Gartenstraße Tübingen

Anfahrtskarte

Sonntag, 9 November, 2014 - 11:00

Stationen Jüdischen Lebens, Stadtrundgang mit Dr. Franziska Blum

Vielfältige Lebensläufe, so des Schriftstellers Bertold Auerbach oder des Rechtsanwalts und Gemeinderats Simon Hayum, sollen bei diesem Stadtrundgang Eindrücke jüdischen Lebens in Tübingen bis in die Gegenwart hinein entstehen lassen.
Anmeldung Bürger- und Verkehrsverein Tübingen, bei der Neckarbrücke, Tel. 07071-91360
Teilnehmerbeitrag: 7,50€

Veranstaltungsort:

Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Sonntag, 2 November, 2014 - 18:00

"Der Dachdecker von Birkenau" Film + Diskussion

Mordechai Ciechanover überlebte das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Dachdeckerkommando. In Johannes Kuhns Dokumentarfilm wird der Schoah-Überlebende porträtiert und beim Besuch aller Konzentrationslager begleitet, in die er verschleppt wurde. Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit dem Regisseur Kuhn.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Eine Veranstaltung des Fördervereins für jüdische Kultur in Tübingen.V. und des Club Voltaire Tübingen

Veranstaltungsort:

Club Voltaire, Haaggasse 26b, Tübingen

Anfahrtskarte

Sonntag, 14 September, 2014 - 15:00

Stadtführung: Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Tübingen im 19. und 20. Jahrhundert

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur findet dieses Jahr am Sonntag, den 14. September gleichzeitig in rund dreißig Ländern statt. Dazu laden die  Geschichtswerkstatt Tübingen und der Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen zu einer Stadtführung mit dem Thema „Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Tübingen im 19. und 20. Jahrhundert“ ein.

Nach einer Einführung in die Geschichte der Tübinger jüdischen Gemeinde und die darin wichtige Rolle des jüdischen Frauenvereins geht es über mehrere Stationen bis zum Tübinger Rathaus, an dem  auf die Erinnerungskultur und die Bedeutung von Lilli Zapf eingegangen wird. Annegret Zeller und Martin Ulmer schildern an den einzelnen Wohnorten, wie die zunächst wirtschaftlich erfolgreichen und sozial angesehenen jüdischen Bürger durch die Nationalsozialisten ausgegrenzt, vertrieben und deportiert wurden.

Veranstaltungsort:

Synagogenplatz, Tübingen, Gartenstraße 33

Anfahrtskarte

Donnerstag, 26 Juni, 2014 - 20:00

"Das wird man ja wohl noch sagen dürfen...!" Antisemitismus heute

Referent: Dr. Tobias Jaecker, Berlin
Antisemitismus hat Konjunktur: "Die Juden" werden beschuldigt, weltweit Kriege anzuzetteln und bei der Finanzkrise die Strippen zu ziehen. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, die Deutschen mit der NS-Vergangenheit moralisch und politisch zu erpressen. Oftmals kommen diese Ressentiments in Form einer vermeintlichen Kritik am Staat Israel daher. Tobias Jaecker zeigt in seinem Vortrag, welche Stereotype und Denkstrukturen dahinterstecken und warum der Antisemitismus heute in Deutschland so erfolgreich ist.
Eine Veranstaltung des Vereins Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus in Kooperation mit der Volkshochschule Tübingen und Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Veranstaltungsort:

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstraße 18

Anfahrtskarte

Donnerstag, 15 Mai, 2014 - 20:00

Antisemitismus und NS-Ausgrenzungsgesellschaft

Referent: René Bienert, Bad Arolsen
Dieser Vortrag wird sich mit Antisemitismus im nationalsozialistischen Deutschland auseinandersetzen. Dabei soll aber nicht allein die zugrundeliegende „Weltanschauung“ und die daraus resultierende Judenpolitik des NS-Regimes beleuchtet werden. Vielmehr soll in den Blick genommen werden, mit welcher Rasanz und Dynamik sich daraus eine radikale Ausgrenzungsgesellschaft entwickeln konnte. Schwerpunktmäßig sollen die Akteure und Mechanismen im Fokus stehen und die auch an Beispielen der im International Tracing Service in Bad Arolsen verwahrten Dokumente untersucht werden. Eine Veranstaltung des Vereins Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus in Kooperation mit der Volkshochschule Tübingen und Geschichtswerkstatt Tübingen e.V

Veranstaltungsort:

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstraße 18

Montag, 21 Juli, 2014 - 20:00

Vortrag: Homophobie gestern und heute

Vortrag mit Ralf Bogen (Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.) und Prof. Dr. Monika Barz (Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg). Die Veranstaltung spannt den Bogen von der Verfolgung Homosexueller während des Nationalsozialismus am Beispiel Württembergs bis hin zur Frage nach der Ausprägung von aktueller Homophobie in der Region. In welchen gesellschaftlichen Feldern ist Homophobie bis heute verbreitet und inwieweit spielt dies bei der Debatte um den Landesbildungsplan eine Rolle?

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Kooperation mit der AIDS-Hilfe Tübingen-Reutlingen e.V. und der Queeren Hochschulgruppe Tübingen im Rahmen der Programmwoche des Christopher Street Day Stuttgart 2014..

Veranstaltungsort:

Veranstaltungssaal des Kulturamts, Nonnengasse 19

Anfahrtskarte

Montag, 30 Juni, 2014 - 20:00

Vortrag: 'Kolonialmetropole' Tübingen?

Vortrag:

Lucius Teidelbaum: 'Kolonialmetropole' Tübingen? Verbindungen und Spuren deutscher Kolonialgeschichte in der schwäbischen Provinz.

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Veranstaltungsort:

Veranstaltungssaal des Kulturamts, Nonnengasse 19

Anfahrtskarte

Dienstag, 27 Mai, 2014 - 20:00

Jüdisches Leben in Esslingen und Württemberg heute

Am 27. Mai um 20 Uhr sprechen im Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft (Schloss Tübingen) Yehuda und 
Nelly Pushkin vom Zweigstellenrabbinat Esslingen über das dortige jüdisches Leben und in Württemberg heute. 
Seit 2012 gibt es wieder ein jüdisches Gemeindeleben mit Betsaal in Esslingen, das Rabbiner Yehuda Pushkin betreut. 
Er wird vom Aufblühen des jüdischen Lebens in Esslingen und in Württemberg berichten. Nelly Pushkin wird auf die 
pädagogischen Konzepte im jüdischen Kindergarten und in der jüdischen Gemeinde in Stuttgart zur 
Stärkung des jüdischen Lebens eingehen. 

Veranstaltungsort:

Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft (Schloss Tübingen)

Anfahrtskarte