NS-Akteure in Tübingen

www.ns-akteure-in-tuebingen.de: Wer waren die Tübinger Nationalsozialisten?

Dieser Frage sind in einem langjährigen Forschungsprojekt der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. und des Lern- und Dokumentationszentrums zum Nationalsozialismus e.V. (http://www.ldns-tuebingen.de/) zahlreiche AutorInnen in ehrenamtlicher Arbeit nachgegangen. Sie haben in Archiven und Bibliotheken über Tübingen im Nationalsozialismus recherchiert und ihre Ergebnisse in Form von ausführlichen Langbiografien, in denen neue Forschungsergebnisse zu bisher kaum oder gar nicht erforschten Personen vorgestellt werden, und lexikonartigen Kurzbiografien, basierend auf dem aktuellen Stand der Forschung, in den Bereichen Partei, Bildung & Forschung und Polizei, Justiz, SS erabeitet.
Der Begriff des Akteurs umfasst Täter, Ideologen und Propagandisten, Profiteure, loyale Beamte bis hin zu einfachen Parteimitgliedern, die in ihren Positionen und Handlungen das NS-Herrschaftssystem gestützt haben. Die Tübinger Bezüge dieser Personen sind unterschiedlich: Sie stammten aus Tübingen, studierten hier, waren zwischen 1933 und 1945 in der Universitätsstadt am Neckar aktiv und/oder zogen nach dem Zweiten Weltkrieg zu. Die vorliegenden Biografien nehmen neben dem Schwerpunkt auf das Wirken in den Jahren 1933 bis 1945 auch die Vor- und Nachgeschichte des Nationalsozialismus in den Blick.
Das Projekt ist unter www.ns-akteure-in-tuebingen.de abrufbar.
Das digitale Projekt NS-Akteure in Tübingen ist nicht abgeschlossen und ein "work in progress". Jederzeit können neue Biografien oder Korrekturen eingepflegt werden. Wenn Sie sich auch als AutorIn beteiligen möchten, kontaktieren Sie bitte die Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. per E-Mail (info@geschichtswerkstatt-tuebingen.de).
 

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Sophie Erhardt (1902-1990) 1951 beim Unterricht im Anthropologischen Institut. Bevor sie 1942 Mitglied der Tübinger Universitätfakultät wurde, arbeitete sie an der systematischen Erfassung rassicher Merkmale von Sinti und Roma.
(Bildnachweis: Scan des Tübinger Stadtarchivs nach einemOriginal vom Anthropologischen Institut, Universität Tübingen)