Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs: Protestantische Judenbilder im Deutschen Kaiserreich

Datum: 
Dienstag, 18.07.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7, Tübingen

Noch heute existieren Klischees und Vorurteile gegenüber Juden. Der Vortrag fragt nach einer Zeit, in der bestimmte Judenbilder sich massiv im Erleben der modernen Zeit verfestigt haben, dem „Deutschen Kaiserreich“. Dies ist die Ära der ideologischen Herausbildung des Antisemitismus, dennoch gibt es nicht nur judenfeindliche Sichtweisen. Der Vortrag soll zu einem differenzierten Urteil über den Protestantismus und die von ihm geprägte deutsche Kultur führen. Dass die Einstellung des Protestantismus gegenüber den Juden in der historischen Wissenschaft bis heute ausschließlich unter der Fragestellung des Antisemitismus erforscht wurde, hat zum einen zu Pauschalurteilen geführt, wie andererseits zu einer theologisch-apologetischen Kirchengeschichtsforschung, die die Verquickung des Protestantismus mit dem Antisemitismus pauschal ablehnte. Der Vortrag ist ein kleiner Beitrag zum fruchtbaren Dialog. Gerade die polymorphe Struktur protestantischer Judenbilder im 19. und 20. Jahrhundert sollte zu einem differenzierten Urteil führen.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

Wolfgang Heinrichs

Öffentliche Führung durch die Ausstellung durch Dr. Martin Ulmer

Datum: 
Samstag, 08.07.2017: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Foyer, Am Markt 7, Tübingen,

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Morgenstern: Martin Luther und die jüdische Mystik (Kabbala)

Datum: 
Dienstag, 04.07.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7 , Tübingen

In seinen Altersschriften „Von den Juden und ihren Lügen“ und „Vom Schem Hamephorasch und vom Geschlecht Christi“ (1543) setzt Martin Luther sich in besonders gehässiger Weise mit dem Judentum auseinander. Der Vortrag zeigt, dass die Judenfeindschaft Luthers in seiner Ablehnung kabbalistischer Bibelerklärungen wurzelt, die der Reformator für diabolisch hält und die er durch seine eigene Auslegung überwinden will.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

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Ausstellungseröffnung mit Vortrag von Sybille Biermann-Rau: Luthers Judenfeindschaft und ihre Wirkung im Nationalsozialismus.

Datum: 
Dienstag, 27.06.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7, Tübingen

Sibylle Biermann-Rau, die Referentin und Autorin des Buches „An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen eine Anfrage“ geht in ihrem Vortrag der Frage nach, wie man sich im Nationalsozialismus außerhalb und innerhalb der Kirche auf Luthers judenfeindliche Äußerungen berufen hat. Es wird aufgezeigt, welche Auswirkungen die Judenfeindschaft, die abgesehen von Ausnahmen auch bis weit in die Bekennende Kirche hinein verbreitet war, auf das Verhalten der Protestanten gegenüber den Juden gehabt hat.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

biermann-rau_sibylle.jpgSibylle Biermann-Rau (Tübingen) war viele Jahre Gemeindepfarrerin in Württemberg und in Apolda/Thüringen und ist derzeit beim Dekan in Reutlingen tätig.

 

Ausstellung: „Ertragen können wir sie nicht“. Martin Luther und die Juden

Datum: 
Dienstag, 27.06.2017: 09.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Foyer, Am Markt 7, Tübingen

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 thematisiert eine Wanderausstellung aus der Nordkirche das Verhältnis Martin Luthers zu den Juden. Die Ausstellung gibt einen Überblick über Leben und Wirken des Reformators und beschäftigt sich dann mit dem problematischen Verhältnis Martin Luthers zu den Juden. „Der Reformator war ein genialer theologischer Denker, Liederdichter und mutiger Reformator der Kirche, aber auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann“, so Pastorin Hanna Lehming, die die Ausstellung erarbeitet hat. Zwar habe die Tonlage seiner Auseinandersetzung mit dem Judentum im Laufe seines Lebens gewechselt, doch Luthers Grundhaltung sei Zeit seines Lebens dieselbe geblieben: „Er hielt den jüdischen Glauben für verblendet und die Juden für den größten Feind des Christentums.“

 

 

Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9.00-20.00 Uhr, Samstag und Sonntag 11.00-19.00 Uhr

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

Führung: Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus

Datum: 
Mittwoch, 18.10.2017: 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz

Treffpunkt: vor der Neuen Aula, Geschwister-Scholl-Platz (früher Wilhelmstraße 7), Tübingen
Führung: Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus
Veranstaltung der Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. 

Führung auf dem jüdischen Friedhof in Wankheim anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur.

Datum: 
Sonntag, 03.09.2017: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Jüdischer Friedhof Wankheim

Führung auf dem jüdischen Friedhof in Wankheim anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur.
Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Kooperation mit dem Förderverein für jüdische Kultur e.V. 
 

Gesprächsrunde: Berufsverbote in Baden-Württemberg und der Kampf um die Rehabilitierung

Datum: 
Dienstag, 28.03.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstr. 18, Tübingen

Ehemals vom Berufsverbot Betroffene diskutieren mit Klaus Beer, Richter im Ruhestand, die aktuelle Situation in Baden-Württemberg.
Gemeinsame Veranstaltung der vhs Tübingen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes e.V. Tübingen (VVN-BdA) in Zusammenarbeit mit dem DGB AK Tübingen, GEW und IG Metall Reutlingen-Tübingen, der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. und dem Tübinger Friedensplenum. 

Vernissage Ausstellung: Berufsverbote. Politische Verfolgung in Deutschland

Datum: 
Freitag, 10.03.2017: 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstr. 18

10.03. bis 07.04.2017 im 1. OG der Volkshochschule Tübingen
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo. bis Fr. 08:30 bis 21:00 Uhr, Wochenende: 09:00 bis 17:00 Uhr

Ende der 1960er Jahre stellten Massenproteste an Universitäten und in Betrieben die herrschende Politik in Frage. Westdeutsche Politikerinnen und Politiker wollten diese eindämmen und linke Kritiker mit einschüchternden und abschreckenden Maßnahmen aus dem Öffentlichen Dienst fernhalten. Am 28. Januar 1972 verabschiedete die Ministerpräsidenten-Konferenz den sogenannten Radikalenerlass. Die Ausstellung dokumentiert die Berufsverbote exemplarisch und stellt sie in den Zusammenhang mit der Geschichte der politischen Verfolgung in Deutschland.

Vernissage: Fr, 10.03., 19:00 Uhr Cafeteria

Mit Cornelia Booß-Ziegling, ehemals vom Berufsverbot betroffene Lehrerin und Mitkuratorin der Ausstellung Die Ausstellung ist eine gemeinsame Veranstaltung der vhs Tübingen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes e.V. Tübingen (VVN-BdA), in Zusammenarbeit mit dem DGB AK Tübingen, GEW und IG Metall Reutlingen-Tübingen, der Geschichtswerkstatt Tübingen und dem Tübinger Friedensplenum.

Vortrag „Auf der Suche nach NS-Raubgut in der Sammlung des Stadtmuseums Tübingen“

Datum: 
Dienstag, 21.11.2017: 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10

 Vortrag „Auf der Suche nach NS-Raubgut in der Sammlung des Stadtmuseums Tübingen“ von Dr. Andrea Richter
Dank einer Förderung der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste konnte das Stadtmuseum Tübingen 2015 eine Stelle für Provenienzforschung einrichten. Über zwei Jahre nach Beginn der Recherchen in Tübingens Städtischer
Sammlung gibt es nun viel zu berichten. Auf der Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Raubgut wurde
zur Herkunft von insgesamt über 1000 Einzelobjekten recherchiert, die zwischen 1933 und 1957 in die Städtische Sammlung kamen, um Gegenstände mit belasteter Herkunft gegebenenfalls zurückgeben zu können. Der Vortrag erläutert die Ergebnisse der Forschung anhand verschiedener Einzelbeispiele. Dr. Andrea Richter forscht im Drittmittelprojekt Provenienzforschung des Stadtmuseums Tübingen.

veranstaltet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen und dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 

Vortrag "Meuten, Swings und Edelweißpiraten"

Datum: 
Dienstag, 07.11.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Salzstadel, Madergasse 7, Tübingen

 Vortrag „‚Meuten, Swings und Edelweißpiraten‘:Jugendkultur und Opposition im NS“ von Sascha Lange
Überall in Deutschland gründeten sich zwischen 1933 und 1945 Jugendgruppen, die sich dem NS-Regime verweigerten und stattdessen ihre eigenen Subkulturen pflegten, mit eigenem Dresscode, eigenen Liedern und eigener Freizeitgestaltung. Dafür scheute man auch nicht die direkte Konfrontation mit der Hitlerjugend und drängte teils sogar deren Einfluss zurück. Das Buch „Meuten, Swings & Edelweißpiraten“ bietet erstmalig eine breite Übersicht über oppositionelles bzw. Widerstandsverhalten von Jugendlichen während der NS-Zeit. Der Fokus liegt dabei auf selbstbestimmten, informellen Gruppen. Demgegenüber wird die Entwicklung der HJ aufgezeigt und ihr Scheitern an der Aufgabe, die gesamte deutsche Jugend zu führen. Sascha Lange aus Leipzig ist Buchautor und promovierter Historiker, er arbeitet seit fünfzehn Jahren zu Jugendkulturen im 20. Jahrhundert.
veranstaltet in Kooperation mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 

Vortrag „Rechtspopulismus als Alternative für Deutschland?“

Datum: 
Donnerstag, 01.06.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Salzstadel, Madergasse 7, Tübingen

 Vortrag „Rechtspopulismus als Alternative für Deutschland?“ von Lucius Teidelbaum
 Nach dem Einzug in mehrere Landesparlamente, ins Europaparlament und viele Gemeinderäte macht sich die „Alternative für Deutschland“ auf, im Herbst 2017 in den Bundestag einzuziehen. Nach mehreren ideologischen Häutungen wird die Partei von vielen als ‚rechtspopulistisch‘ klassifiziert. Doch was genau bedeutet das und wie sehen die ‚Alternativen‘ der AfD aus?
Zur Geschichte der AfD, einer Analyse ihres Programms und ihrer Strategien sowie zur Einschätzung ihrer Resonanzräume spricht Lucius Teidelbaum, freier Journalist und Buchautor.
veranstaltet in Kooperation mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 
 

Die Geschichtswerkstatt Tübingen ist Mitveranstalter des Theaterstücks „Täterinnen. Ein Stück über brave Mädels und Nazi-Omas“, das seit April 2016 im Landestheater Tübingen (LTT) aufgeführt wird und weibliche Täterschaft im Nationalsozialismus und der heutigen rechten Szene zum Gegenstand hat. Das Projekt brachte eine ungewöhnliche Mischung von Akteuren zusammen: den Theaterjugendclub am LTT (tjc), der vorwiegend aus Schülerinnen und Schülern besteht, das Frauentheater Purpur, dessen Mitglieder zwischen 50 und 90 Jahre alt sind, und die Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. Dabei entstand eine spannende Zusammenarbeit zwischen jung und alt zu den Themen Frauen, Gewalt, Nationalsozialismus und Rechtsradikalismus heute.

Die Geschichtswerkstatt arbeitet auf vielfältige Weise am Projekt mit: So gab sie ihre Expertise über einzelne in das Stück aufgenommene lokale NS-Täterinnen, wie die Tübinger Rassenanthropologin Sophie Ehrhardt (1902-1990) oder die ehemalige 'Reichsfrauenführerin' Gertrud Scholtz-Klink (1902-1999), die nach Kriegsende in Bebenhausen bei Tübingen lebte. Mitglieder der Geschichtswerkstatt boten den beiden Theatergruppen auch mit einer historischen Stadtführung einen Überblick über die Lokalgeschichte des Nationalsozialismus und die Tübinger Täterinnen und Täter. Darüber hinaus unterstützt die Geschichtswerkstatt das Theaterprojekt nicht nur selbst finanziell, sondern beantragte auch mit Erfolg eine Projektförderung durch die Landeszentrale für politische Bildung. 

szene-theaterprojekt-taeterinnen_1.jpgTheaterstück "Täterinnen". Foto: David Graeter, Landestheater Tübingen (LTT) 

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​Wir sind, was wir erinnern Ein Plädoyer für Pluralismus, Toleranz und Demokratie

Datum: 
Dienstag, 08.11.2016: 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Volkshochschule Tübingen, Katharinenstraße 18, Saal

Vortrag mit Dr. Konrad Görg

70 Jahre nach Auschwitz verspüren viele Menschen angesichts des Themas Holocaust einen Überdruss und gerade Jüngere meinen, dieses Thema gehe sie nichts mehr an. Doch rechtsextreme Sprüche, Aufmärsche gegen Muslime und Brandanschläge auf Asylbewerberheime lassen fragen: Hat man aus der Geschichte denn nichts gelernt? So ist nach wie vor aufzuklären: Was ist damals passiert, wie konnte es passieren? Und: Was können wir heute tun? Diese und andere Fragen zum Antisemitismus der Nationalsozialisten versucht der Arzt Konrad Görg aus Marburg in dem Vortrag zu seiner Anthologie „Wir sind, was wir erinnern“ zu beantworten. Mit dem 2012 in zweiter, erweiterter Auflage erschienen Buch setzt der Autor ein Zeichen gegen das Vergessen und fordert gleichzeitig zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Eintritt frei.
Eine Kooperationsveranstaltung der vhs Tübingen und der Geschichtswerkstatt Tübingen.

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Dr. Konrad Görg

Kennen Sie Tübingen: Auf den Spuren von Lilli Zapf.

Datum: 
Montag, 05.09.2016: 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Eberhardskirche, Eugenstraße 24

Stadtführung mit Margit Aldinger, Dr. Hans-Otto Binder und Dr. Martin Ulmer in Zusammenarbeit mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. 

Europäischer Tag der jüdischen Kultur: Stadtführung „Spuren jüdischen Lebens in Tübingen“

Datum: 
Sonntag, 04.09.2016: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Synagogenplatz (Gartenstraße 33, Tübingen)

Am europäischen Tag der jüdischen Kultur wird die jüdische Geschichte Tübingens und an einzelne jüdische Bürger und Bürgerinnen erinnert. Auf einer Stadtführung werden u.a. von Jugendguides Stationen der jüdischen Geschichte von 1850 bis 1945 vorgestellt. Die Führung beginnt um 15 Uhr am Synagogenplatz, wo Einzelheiten zur ehemaligen jüdischen Gemeinde und zur heutigen Erinnerungskultur vorgestellt werden. Weitere Stationen sind die Karlstraße mit dem jüdischen Verleger der Tübinger Chronik Albert Weil, der Holzmarkt mit dem einst größten Modegeschäft E. Degginger mit jüdischen Inhabern (heute New Yorker), die Münzgasse mit der ehemaligen Gestapo-Dienststelle, das Schloss, das das „Rassenkundliche Institut“ der Universität beheimatete sowie die Kronenstraße 6, in der die Familie Hirsch lebte und einen Textilwarenladen hatte.
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Jugendguides der Geschichtswerkstatt und Förderverein für jüdische Kultur Tübingen e.V.

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Englischsprachige Führung "Geschichtspfad zum Nationalsozialismus"

Datum: 
Samstag, 04.06.2016: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Treffpunkt Neue Aula, Geschwister-Scholl Platz

Führung "Geschichtspfad zum Nationalsozialismus" 
Führung in englischer Sprache  mit Benedict von Bremen 

Führung "Geschichtspfad zum Nationalsozialismus"

Datum: 
Sonntag, 22.05.2016: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Treffpunkt: Rathaus Tübingen

Führung mit Jens Kolata und Dr. Martin Ulmer

Theaterstück: Täterinnen. Ein Stück über brave Mädels und Nazi-Omas

Datum: 
Montag, 06.06.2016: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Werkstatt, Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT), Eberhardstr. 6, Tübingen

 Veranstalter: tjc (Theaterjugendclub am LTT) & Frauentheater Purpur in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

„Kinder, Küche, Knarre!!!“
Anna und ihre Freunde sind auf Wanderurlaub. Doch eines Morgens steht die Polizei vor dem Zelt der Jugendlichen, um einen Brandanschlag aufzuklären. Rechtsradikale Motive werden vermutet und die Spuren führen zum Zeltplatz der Familie Eberle. Doch weder die Jugendgruppe von Frau Hartmann, noch Oma Weiß mit ihren Enkelinnen, die ebenfalls auf dem Platz übernachten, wollen etwas gesehen haben. Die anfängliche Campingplatzidylle wird immer mehr von politischen Diskussionen überlagert. Charlotte, eine der beiden Enkelinnen, wird misstrauisch und spürt, dass jetzt Zivilcourage nötig wird. Doch Anna sieht die Zeichen nicht. Sie begegnet jungen und alten Nazistinnen ohne sie zu erkennen, trifft die Geister der Vergangenheit und muss sich schließlich zwischen Feigheit und Verantwortung entscheiden.

Zum ersten Mal haben sich das Frauentheater Purpur und der tjc (Theaterjugendclub am LTT) zusammengetan, um gemeinsam ein neues Stück zu erarbeiten. Dabei entstand eine spannende Zusammenarbeit zwischen jung und alt zu den Themen Frauen, Gewalt, Nationalsozialismus und Rechtsradikalismus heute. Ausgehend von persönlichen Fragen wie „Wann war / bin ich gewaltbereit? Wann habe ich Gewalt erlebt?“ erschloss sich die Gruppe langsam historische und aktuelle Hintergründe. Hilfreich war dabei, dass einige Purpur-Frauen als Zeitzeugen über eigene Erlebnisse berichten konnten. Darüber hinaus erhielt das Projekt inhaltliche Unterstützung von der Geschichtswerkstatt Tübingen. Angeregt durch die Bücher „Mädelssache“ von Andrea Röpke und Andreas Speit und „Hitlers Helferinnen“ von Wendy Lower wurde mehrere Biografien rechtsradikaler Täterinnen recherchiert, die im Stück ihren Platz finden und Anna zur Entscheidung drängen.

Das Projekt „Täterinnen“ wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, den LTT-Freunden e.V., der Firma braun-steine GmbH und der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V..

Eintrittpreise:
Vollpreis: 17,00/20,00 €
ermäßigt: 8,50/10,0 €

Führung zum Geschichtspfad Tübingen im Nationalsozialismus

Datum: 
Samstag, 29.04.2017: 14.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Synagogenplatz, Gartenstrasse 33, Tübingen

Am Samstag 29. April um 14 Uhr veranstalten die Jugendguides in der Geschichtswerkstatt eine Führung zu Stationen des Geschichtspfad zum Nationalsozialismus. Die drei Jugendguides Sophia Bendel, Valentin Heinze und Clara Wolkenhauer beginnen die Führung am Synagogenplatz und stellen dort die jüdische Geschichte Tübingens und die Erinnerungskultur vor. An der Jugendherberge geht um die Hitlerjugend und am Holzmarkt wird das Modehaus Degginger und die Zwangsenteignung vorgestellt. Bei der Stele in der Münzgasse steht die Rolle der Gestapo bei der Verfolgung der politischen Gegner und den Juden im Mittelpunkt. Am Rathaus berichten Jugendguides über die Gleichschaltung des Tübinger Gemeinderats und die Rolle des Oberbürgermeisters und Kriegsverbrechers Ernst Weinmann. Die letzte Station auf dem Schloss behandelt die NS-Verbrechen an der Universität Tübingen. Treffpunkt der Führung ist der Synagogenplatz in der Gartenstraße 33.  

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Synagogenplatz in Tübingen