Veranstaltungstermine

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Aufstellung einer Stele und Vortrag mit Präsentation „Zwischen Emanzipation und Antisemitismus. Drei Generationen der Familie Hirsch in Tübingen“

Datum: 
Donnerstag, 25.10.2018: 18.30 Uhr
Veranstaltungsort: 

Kronenstraße 6, Tübingen

Aufstellung der Stele: 18.30 Uhr, vor der Kronenstraße 6, Tübingen

Vortrag mit Präsentation: 19.00 Uhr, Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, Tübingen, Cafeteria 2. Obergeschoss

Mitglieder der Geschichtswerkstatt präsentieren die Geschichte der Familie Hirsch und Bauer mit Selbstzeugnissen von Familienmitgliedern.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.
Eintritt frei

 

 

Über drei Generationen lebte zwischen 1850 und 1938 die Familie Hirsch in der Kronenstraße 6 in Tübingen. Leopold Hirsch, Kaufmann aus Wankheim, hatte sich nach 400 Jahren als erster Jude wieder das Tübinger Bürgerrecht erkämpft, um seinen Kindern Bildung und sich gesellschaftlich und wirtschaftlich zu integrieren. Erfolgreich führte die Familie ein Geschäft für Herrenmode in der Altstadt, bis die Nationalsozialisten die Familie ruinierten und die Mitglieder ins Ausland, in den Freitod und in die Vernichtungsstätten Europas trieben. Der wohl berühmteste Angehörige der Familie, der spätere Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, verbrachte oft die Ferien bei den Großeltern in Tübingen und wurde in der Nachkriegszeit einer der wichtigsten Aufklärer von NS-Verbrechen.

Vortrag mit Präsentation:Die jüdische Familie Hirsch

Datum: 
Donnerstag, 25.10.2018: 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, Tübingen, Cafeteria 2. Obergeschoss

Vortrag mit Präsentation: 19.00 Uhr, Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, Tübingen, Cafeteria 2. Obergeschoss

Mitglieder der Geschichtswerkstatt präsentieren die Geschichte der Familie Hirsch und Bauer mit Selbstzeugnissen von Familienmitgliedern.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.
Eintritt frei

Filmvorführung: „Der Staat gegen Fritz Bauer“

Datum: 
Freitag, 26.10.2018: 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Kino Museum, Saal: Studio, Am Stadtgraben 2, Tübingen

Filmvorführung: „Der Staat gegen Fritz Bauer“
(Deutschland 2015, Regie: Lars Kraume)

Der Spielfilm widmet sich Fritz Bauers unermüdlichem Kampf für die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands. Es wird deutlich, wie politisches Kalkül, Unwille und Schlussstrichdenken sowie Denunziation von Bauer und seinen Mitarbeiter_innen in der jungen Bundesrepublik diese Aufarbeitung erschwert hat. 

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. und Kino Museum

Eintritt: 9 €

Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Pogromnacht

Datum: 
Freitag, 09.11.2018: 14.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Rathaus Tübingen

Im Rathaus findet die offizielle Gedenkveranstaltung zum 80.Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 statt. Es sprechen der erste Bürgermeister Cord Soehlke, SpecherInnen der zweiten und dritten Generation sowie Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen. Anschließend Empfang im Rathaus durch die Universitätsstadt Tübingen. Die Veranstaltung ist öffentlich. 

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Bild der brennenden Synagoge in Tübingen

Gedenkstunde an die Pogromnacht am 9. November 1938

Datum: 
Freitag, 09.11.2018: 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gartenstrasse 13, Tübingen

Je nach Witterung Kurzvideo über die rekonstruierte Synagoge, Verlesen der Namen der ermordeten Tübinger Juden, Kaddisch-Gebet.

Seit 1992 findet in der Tübinger Stiftskirche jährlich am 9. November die Gedenkstunde zur Erinnerung an die Reichspogromnacht in Tübingen und die Brandstiftung, der die Tübinger Synagoge zum Opfer fiel, statt.

Rückblicke, Einblicke, Ausblicke Die zweite und dritte Generation der ehemaligen Tübinger Juden im Gespräch mit den Nachkommen der Tätergeneration

Datum: 
Sonntag, 11.11.2018: 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Rathaus Tübingen, Marktplatz

Rückblicke, Einblicke, Ausblicke

Die zweite und dritte Generation der ehemaligen Tübinger Juden im Gespräch mit den Nachkommen der Tätergeneration
Veranstalter ist die Stadt Tübingen und die Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. 

„Wege der Tübinger Juden“ Eine Spurensuche: Präsentation der Neuedition des Films

Datum: 
Montag, 12.11.2018: 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Kino Museum, Kino 2, Am Stadtgraben 2, Tübingen

 „Wege der Tübinger Juden“ Eine Spurensuche

Ein Filmprojekt der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Präsentation der Neuedition des Films

Der Film entstand 2004 auf der Grundlage von Interviews, die Mitglieder der Geschichtswerkstatt Tübingen zwischen 1999 und 2001 mit ehemaligen Tübinger Juden in den USA, Israel und Tübingen geführt haben. Um auch den Nachkommen der ehemaligen Tübinger Juden den Film zugänglich zu machen, wurde er 2018 mit englischen Untertiteln versehen. Einen finanzielle Förderung des Kulturamtes der Universitätsstadt Tübingen machte dies möglich.

Der Film wird im Beisein der jüdischen Gäste in einer öffentlichen Veranstaltung gezeigt.

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. 

Lesung aus ‚Pici‘ mit Robert Scheer

Datum: 
Donnerstag, 29.11.2018: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

ClubVoltaire, Haaggasse 26B Tübingen

2014 erzählte die 90jährige Elisabeth Scheer, genannt Pici (die Kleine), in Israel ihrem Enkel Robert ihre Lebensgeschichte, der daraus ein Erinnerungsbuch machte. Sie wuchs auf im rumänischen Carei, das 1940 ungarisch und 1944 von den Deutschen besetzt wurde. Die ganze Familie wurde über die Ghettos in Carei und Satu Mare nach Auschwitz deportiert. Nur sie überlebte, ihr Leidensweg in den KZs Walldorf und Ravensbrück dauerte noch bis Kriegsende. Nach Carei zurückgekehrt, heiratete sie den Kommunisten Izidor Scheer und wanderte mit ihrer Familie 1986 nach Israel aus.
Der Schriftsteller Robert Scheer wurde in Rumänien geboren, studierte in Haifa und Tübingen Philosophie, schrieb auch schon über das Leben in Israel und lebt heute in Tübingen.
Eintritt frei


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