Veranstaltungstermine

Vortrag „Rechtspopulismus als Alternative für Deutschland?“

Datum: 
Donnerstag, 01.06.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Salzstadel, Madergasse 7, Tübingen

 Vortrag „Rechtspopulismus als Alternative für Deutschland?“ von Lucius Teidelbaum
 Nach dem Einzug in mehrere Landesparlamente, ins Europaparlament und viele Gemeinderäte macht sich die „Alternative für Deutschland“ auf, im Herbst 2017 in den Bundestag einzuziehen. Nach mehreren ideologischen Häutungen wird die Partei von vielen als ‚rechtspopulistisch‘ klassifiziert. Doch was genau bedeutet das und wie sehen die ‚Alternativen‘ der AfD aus?
Zur Geschichte der AfD, einer Analyse ihres Programms und ihrer Strategien sowie zur Einschätzung ihrer Resonanzräume spricht Lucius Teidelbaum, freier Journalist und Buchautor.
veranstaltet in Kooperation mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 
 

Ausstellung: „Ertragen können wir sie nicht“. Martin Luther und die Juden

Datum: 
Dienstag, 27.06.2017: 09.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Foyer, Am Markt 7, Tübingen

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 thematisiert eine Wanderausstellung aus der Nordkirche das Verhältnis Martin Luthers zu den Juden. Die Ausstellung gibt einen Überblick über Leben und Wirken des Reformators und beschäftigt sich dann mit dem problematischen Verhältnis Martin Luthers zu den Juden. „Der Reformator war ein genialer theologischer Denker, Liederdichter und mutiger Reformator der Kirche, aber auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann“, so Pastorin Hanna Lehming, die die Ausstellung erarbeitet hat. Zwar habe die Tonlage seiner Auseinandersetzung mit dem Judentum im Laufe seines Lebens gewechselt, doch Luthers Grundhaltung sei Zeit seines Lebens dieselbe geblieben: „Er hielt den jüdischen Glauben für verblendet und die Juden für den größten Feind des Christentums.“

 

 

Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9.00-20.00 Uhr, Samstag und Sonntag 11.00-19.00 Uhr

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

Ausstellungseröffnung mit Vortrag von Sybille Biermann-Rau: Luthers Judenfeindschaft und ihre Wirkung im Nationalsozialismus.

Datum: 
Dienstag, 27.06.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7, Tübingen

Sibylle Biermann-Rau, die Referentin und Autorin des Buches „An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen eine Anfrage“ geht in ihrem Vortrag der Frage nach, wie man sich im Nationalsozialismus außerhalb und innerhalb der Kirche auf Luthers judenfeindliche Äußerungen berufen hat. Es wird aufgezeigt, welche Auswirkungen die Judenfeindschaft, die abgesehen von Ausnahmen auch bis weit in die Bekennende Kirche hinein verbreitet war, auf das Verhalten der Protestanten gegenüber den Juden gehabt hat.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

biermann-rau_sibylle.jpgSibylle Biermann-Rau (Tübingen) war viele Jahre Gemeindepfarrerin in Württemberg und in Apolda/Thüringen und ist derzeit beim Dekan in Reutlingen tätig.

 

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Morgenstern: Martin Luther und die jüdische Mystik (Kabbala)

Datum: 
Dienstag, 04.07.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7 , Tübingen

In seinen Altersschriften „Von den Juden und ihren Lügen“ und „Vom Schem Hamephorasch und vom Geschlecht Christi“ (1543) setzt Martin Luther sich in besonders gehässiger Weise mit dem Judentum auseinander. Der Vortrag zeigt, dass die Judenfeindschaft Luthers in seiner Ablehnung kabbalistischer Bibelerklärungen wurzelt, die der Reformator für diabolisch hält und die er durch seine eigene Auslegung überwinden will.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

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Öffentliche Führung durch die Ausstellung durch Dr. Martin Ulmer

Datum: 
Samstag, 08.07.2017: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Foyer, Am Markt 7, Tübingen,

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs: Protestantische Judenbilder im Deutschen Kaiserreich

Datum: 
Dienstag, 18.07.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7, Tübingen

Noch heute existieren Klischees und Vorurteile gegenüber Juden. Der Vortrag fragt nach einer Zeit, in der bestimmte Judenbilder sich massiv im Erleben der modernen Zeit verfestigt haben, dem „Deutschen Kaiserreich“. Dies ist die Ära der ideologischen Herausbildung des Antisemitismus, dennoch gibt es nicht nur judenfeindliche Sichtweisen. Der Vortrag soll zu einem differenzierten Urteil über den Protestantismus und die von ihm geprägte deutsche Kultur führen. Dass die Einstellung des Protestantismus gegenüber den Juden in der historischen Wissenschaft bis heute ausschließlich unter der Fragestellung des Antisemitismus erforscht wurde, hat zum einen zu Pauschalurteilen geführt, wie andererseits zu einer theologisch-apologetischen Kirchengeschichtsforschung, die die Verquickung des Protestantismus mit dem Antisemitismus pauschal ablehnte. Der Vortrag ist ein kleiner Beitrag zum fruchtbaren Dialog. Gerade die polymorphe Struktur protestantischer Judenbilder im 19. und 20. Jahrhundert sollte zu einem differenzierten Urteil führen.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Evangelische Stiftskirchengemeinde Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsstadt Tübingen

Wolfgang Heinrichs

Führung auf dem jüdischen Friedhof in Wankheim anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur.

Datum: 
Sonntag, 03.09.2017: 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Jüdischer Friedhof Wankheim

Führung auf dem jüdischen Friedhof in Wankheim anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur.
Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Kooperation mit dem Förderverein für jüdische Kultur e.V. 
 

Führung: Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus

Datum: 
Mittwoch, 18.10.2017: 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz

Treffpunkt: vor der Neuen Aula, Geschwister-Scholl-Platz (früher Wilhelmstraße 7), Tübingen
Führung: Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus
Veranstaltung der Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. 

Vortrag "Meuten, Swings und Edelweißpiraten"

Datum: 
Dienstag, 07.11.2017: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Salzstadel, Madergasse 7, Tübingen

 Vortrag „‚Meuten, Swings und Edelweißpiraten‘:Jugendkultur und Opposition im NS“ von Sascha Lange
Überall in Deutschland gründeten sich zwischen 1933 und 1945 Jugendgruppen, die sich dem NS-Regime verweigerten und stattdessen ihre eigenen Subkulturen pflegten, mit eigenem Dresscode, eigenen Liedern und eigener Freizeitgestaltung. Dafür scheute man auch nicht die direkte Konfrontation mit der Hitlerjugend und drängte teils sogar deren Einfluss zurück. Das Buch „Meuten, Swings & Edelweißpiraten“ bietet erstmalig eine breite Übersicht über oppositionelles bzw. Widerstandsverhalten von Jugendlichen während der NS-Zeit. Der Fokus liegt dabei auf selbstbestimmten, informellen Gruppen. Demgegenüber wird die Entwicklung der HJ aufgezeigt und ihr Scheitern an der Aufgabe, die gesamte deutsche Jugend zu führen. Sascha Lange aus Leipzig ist Buchautor und promovierter Historiker, er arbeitet seit fünfzehn Jahren zu Jugendkulturen im 20. Jahrhundert.
veranstaltet in Kooperation mit dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen 

Vortrag „Auf der Suche nach NS-Raubgut in der Sammlung des Stadtmuseums Tübingen“

Datum: 
Dienstag, 21.11.2017: 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: 

Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10

 Vortrag „Auf der Suche nach NS-Raubgut in der Sammlung des Stadtmuseums Tübingen“ von Dr. Andrea Richter
Dank einer Förderung der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste konnte das Stadtmuseum Tübingen 2015 eine Stelle für Provenienzforschung einrichten. Über zwei Jahre nach Beginn der Recherchen in Tübingens Städtischer
Sammlung gibt es nun viel zu berichten. Auf der Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Raubgut wurde
zur Herkunft von insgesamt über 1000 Einzelobjekten recherchiert, die zwischen 1933 und 1957 in die Städtische Sammlung kamen, um Gegenstände mit belasteter Herkunft gegebenenfalls zurückgeben zu können. Der Vortrag erläutert die Ergebnisse der Forschung anhand verschiedener Einzelbeispiele. Dr. Andrea Richter forscht im Drittmittelprojekt Provenienzforschung des Stadtmuseums Tübingen.

veranstaltet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen und dem Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V. Tübingen